Die Rote Hilfe protestiert gegen die anhaltende Inhaftierung von Binali Yildirim, der in der BRD als politischer Flüchtling anerkannt ist, und fordert seine sofortige Freilassung.

Der 34jährige Kurde war am 29.Mai 2007 auf Gesuch von Interpol während einer Ferienreise mit seinem Fußballverein von den spanischen Behörden verhaftet worden und befand sich mehrere Tage in Isolationshaft, die inzwischen aufgehoben wurde. Den Hintergrund der Festnahme liefert ein Auslieferungsgesuch der türkischen Regierung, die Binali Yildirim die Beteiligung an mehreren Anschlägen der kommunistischen Guerilla TIKKO (Türkische Arbeiter und Bauern Befreiungsarmee) vorwirft.


Yildirim wurde in der Türkei 1995 verhaftet und verbrachte bereits sieben Jahre in türkischen Gefängnissen. In Folge eines 78tägigen Hungerstreiks gegen die Isolationshaftbedingungen in türkischen Gefängnissen verschlechterte sich sein Gesundheitszustand derart, dass er zeitweise freikam. Während dieser Haftaussetzung gelang Binali Yildirim die Flucht nach Deutschland, wo er gemeinsam mit seiner Familie einen kleinen Laden betreibt und als politischer Flüchtling anerkannt ist.

Hierzu erklärt Matthias Krause, Pressesprecher der Roten Hilfe e.V.: "Es ist geradezu grotesk, dass ein in Deutschland anerkannter politischer Flüchtling von den spanischen Behörden mit dem Ziel der Auslieferung an den türkischen Staat festgenommen wird. Durch diese Zusammenarbeit mit dem Verfolgerstaat wird die Funktion des politischen Asyls, Verfolgung, Folter und Ermordungen zu verhindern, ad absurdum geführt."

Die Rote Hilfe e.V. solidarisiert sich mit den internationalen Protesten gegen Binali Yildirims Inhaftierung und fordert seine sofortige Freilassung.

Mathias Krause für den Bundesvorstand der Roten Hilfe e.V.

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