Afrin Konzert Liebe Freundinnen und Freunde,

Liebe Genossinnen und Genossen,

 wir grüßen alle Teilnehmenden an dieser heutigen wichtigen Solidaritätsveranstaltung und wünschen ihr einen erfolgreichen und kämpferischen Verlauf.

 Wir waren geschockt und wütend, als uns am 18. März, ausgerechnet dem Kampftag für die Freiheit der politischen Gefangenen, die Nachricht erreichte, dass Afrin komplett von türkischen Truppen und mit ihnen verbündenen dschihadistischen Terrormilizen besetzt und die Bevölkerung auf der Flucht ist. Hunderte Menschen haben bei diesem völkerrechtswidrigen Angriff des türkischen Regimes auf das Nachbarland Syrien ihr Leben verloren, viele Tausende ihr Hab und Gut.

 Die herrschenden Großmächte hingegen haben weitgehend geschwiegen, wie sie auch dazu schweigen, dass in der Türkei tausende Menschen inhaftiert sind, darunter viele Kritikerinnen und Kritiker der Kriegspolitik des AKP-MHP Regimes.

 Im Gegenteil wird grade auch hier in der BRD alles getan, um Protest und Widerstand gegen Erdogan und seinen Angriffskrieg zu verhindern oder zumindest so gut es geht zu erschweren.

 Dafür werden große Demonstrationen verboten, kleinere Proteste von der Straße geprügelt, nicht überall, aber an vielen Orten.

 Während deutsche Leopard II Panzer Afrin beschossen haben, wurden Fahnen der Volks- und Frauenverteidigungseinheiten YPG und YGJ oder Bilder des PKK-Vorsitzenden Abdullah Öcalan zum Anlass der Kriminalisierung unserer Demonstrationen genommen.

 

 Ein trauriger Höhepunkt dieser offensichtlich politisch motivierten Repression war die tonnenweise Beschlagnahmung von Büchern und Schriften der kurdischen Freiheitsbewegung aus dem Mezopotamya Verlag.

 Die Berichterstattung über das, was in Afrin geschieht, wird weitgehend abebben, während die Besetzung und Kolonisierung Rojavas weitergehen soll. Doch auch der massenhafte Widerstand setzt sich fort, davon zeugen die Newroz-Großdemonstrationen in den kurdischen Gebieten, in Hannover und die vielen kleinen Veranstaltungen und Feiern auf der ganzen Welt.

 Als bundesweite Solidaritäts- und Schutzorganisation für alle Linken rufen wir zur Solidarität mit den Menschen in Afrin und Rojava auf. Krieg und Staatsterror sind die brutalste Form der Repression. Und natürlich sind wir solidarisch mit allen, die nun Verfahren und Strafbefehle bekommen, weil sie an den legitimen Protesten gegen den Krieg teilgenommen haben.

 Der Angriff auf die kurdische Freiheitsbewegung ist letztendlich ein Angriff auf alle Linken und Sozialen Bewegungen, die für eine Gesellschaft jenseits von kapitalischer Ausbeutung und Profitlogik streiten. Hierauf müssen wir auch eine gemeinsame Antwort finden.

 Lasst uns in diesem Sinne das heutige Fest gemeinsam begehen:

 Solidarität ist unsere stärkste Waffe! Freiheit für alle politischen Gefangenen! Schluss mit der Repression! Besatzer raus aus Rojava! Hoch die internationale Solidarität!

 

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Aussageverweigerung!

18. März - Tag der politischen Gefangenen

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