Am Donnerstag, dem 27.02.03, durchsuchten mehrere Polizeibeamte die elterliche Wohnung eines 17-Jährigen in Rathenow. Er soll Mitglied der "Antifaschistischen Front Rathenow (AFR)" sein und mehrere Flyer hergestellt haben, auf den angeblich öffentlich zu Straftaten aufgefordert wurde.


Konkret geht es um den Satz "Lets toast the rich ... with our choice of cocktail", der samt zugehörigen Bild (Molotow-Cocktail in der Hand) im Internet zu finden ist.

Laut Ansicht des Richter handelt es sich hierbei angeblich aber nicht um eine Meinungsäußerung oder eine "Widerstandsparole" sondern um einen Aufruf zu einer bestimmten Tat, nämlich "das Werfen von Molotow-Cocktails gegenüber "Reichen", wobei unerheblich sei, das weder Zeit, Ort und Opfer des Angriffes genannt wurden.

Das es hier aber nicht wirklich darum geht, über den lächerlichen Spruch zu richten, bisher war es in Rathenow noch nie zu den beschriebenen Szenario gegen "Reiche" gekommen, dürfte klar sein. Vielmehr scheint es dem Staatsapparat darum zu gehen gezielt jugendliche antifaschistische Strukturen zu stören. So heißt es in dem richterlichen Durchsuchungsbeschluss weiter, dass sich die AFR für Opfer rechtsradikaler Gewalt einsetzt und "die Auffassung vertritt, dass weder Polizei noch Justiz die Geschädigten ernst nehmen". Außerdem wird eine absolut friedliche Spontandemonstration der AFR als Beispiel genannt, das deren Mitglieder auch nicht vor gewaltsamen Auseinandersetzungen zurückschrecken.

Beschlagnahmt wurde bei dem 17-Jährigen übrigens nur die Festplatte, nach den Flyern wurde anscheinend nicht gesucht.

Solidarität mit der "Antifaschistischen Front Rathenow"!

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