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08.05.2012

Weiterer Anquatschversuch in Mittelbaden

Bereits am 16. Februar 2012 kam es zu einem weiteren Anquatschversuch im Raum Achern. Ein Mann, der sich mit einer Karte als Mitarbeiter des Verfassungsschutzes auswies, suchte das Wohnhaus eines Genossen auf und wollte mit ihm reden. Konsequenterweise wurde die Tür gleich zugeschlagen. Nähere Einzelheiten sind nicht bekannt. Dieser Anquatschversuch setzt sich in eine Reihe von Anquatschversuchen, die sich in den letzten Jahren im Landkreis Rastatt und der umliegenden Region ereigneten.

2006

10.06. Gaggenau | ca. 30-Jährige Frau, ca. 1,70m braune Haare, pfälzischer Dialekt

2008

12.02. Gaggenau | ca. 35-jährige Frau, braun/blonde Haare, Brille KW 49 Baden-Baden | keine weiteren Infos bekannt 09.12. Gaggenau | Herr Steiger (50 Jahre, 1,80m, graue Haare, Tel: 01522/1642810)

2009

24.03. Ettlingen | Herr Kranich (ca. 50 Jahre, grauer Oberlippenbart) 02.11. Karlsruhe | Herr Reinhardt (1,80m, dunkle Haare) 06.11. Murgtal | Herr Marek (Tel.: 01522/1462810)

2010

30.06. Gaggenau | Mann (1,75m, graue längere Haare) Juli Gernsbach | ca. 50-jähriger Mann (dunkelgraue Haare, Vollbart, Brille)

2011

26.10. Gernsbach | Hr. P. Jäger

2012

16.02. Raum Achern | Mann 22.02. Gaggenau | ca. 45-Jähriger Mann (braune Haar, 1,80m)

Da der Verfassungsschutz keinerlei polizeiliche Befugnisse besitzt seid ihr nicht gezwungen irgendetwas zu sagen. Ihr könnt und solltet sofort die Tür schließen. Lasst euch nicht nervös machen oder durch irgendwelche Angebote locken. Lasst euch nicht bequatschen und zeigt von vorne rein keine Kooperationsbereitschaft. Sie können euch nicht zu Gesprächen zwingen und ihr müsst sie auch nicht in Eure Wohnung lassen.

Hilfreich ist auch, sich gegebenenfalls den Namen und das Aussehen des Verfassungsschützers / der Verfassungsschützerin zu merken oder sogar ein Foto zu machen. Auch hier empfiehlt es sich, gleich im Anschluss ein Gedächtnisprotokoll anzufertigen. Auch das Kennzeichen des Autos zu notieren, ist sinnvoll. Den Anquatschversuch solltet ihr öffentlich machen. Beratet Euch dazu mit Genoss_innen oder kontaktiert die Rote Hilfe.

Solltet ihr dennoch aus Nervosität oder Angst auf das Gespräch eingegangen sein, ist das nicht so schlimm, allerdings ist es dann noch wichtiger sich bei den örtlichen Antirepressionsgruppen zu melden, um gemeinsam eine Lösung des Problems zu finden.