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12.04.2024 | 19:00 | ver.di-Höfe, Goseriede 10, Hannover

Vortrag zum Fall Mumia Abu-Jamal mit Jürgen Heiser

Eine Veranstaltung im Rahmen der Kampagne »100 Jahre Rote Hilfe« und der Reihe »25 Jahre Rote Hilfe OG Hannover«

Mumia Abu-Jamal, Ex-Black Panther und Radiojournalist aus Philadelphia, ist seit mehr als 40 Jahren inhaftiert, da er als Journalist über die alltägliche rassistische Polizeigewalt berichtet hat. „Stimme der Unterdrückten“ wurde er daraufhin genannt. Mittlerweile kommt das Thema auch in der Mainstreampresse an. Zu seiner Zeit war das ein Skandal – nicht die oft tödliche Brutalität der Polizei, sondern darüber zu berichten. Folgerichtig wurde er unter der falschen Anschuldigung, einen Polizisten getötet zu haben, in einem mehr als fragwürdigen Prozess zum Tode verurteilt. Über das Verfahren urteilte Amnesty International nach dem Studium der Prozessakten: „Das Verfahren, in dem Mumia Abu-Jamal schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt wurde, verletzte die internationalen Mindestnormen für faire Prozessführung und die Verhängung der Todesstrafe.“

Der Bürgerrechtler Mumia hat sich auch im Knast keinen Maulkorb umbinden lassen. Er ist seit 40 Jahren Korrespondent oppositioneller Medien und gibt den 2,3 Millionen Gefangenen in den USA Stimme und Gesicht. Er macht Radiosendungen für das kalifornische Prison Radio und schreibt Bücher.
Zweimal konnte die drohende Hinrichtung durch die internationale Solidaritätsbewegung verhindert werden. 2011 wurde das Strafmaß in „lebenslänglich“ umgewandelt, ein neuer und fairer Prozess wird aber weiterhin verweigert.

Der Vortrag und Lesung mit Jürgen Heiser vom Internationalen Verteidigungskomitee wird veranstaltet von der Roten Hilfe OG Hannover in Kooperation mit dem annabee buchladen, dem bildungswerk ver.di, der VVN-BdA Hannover und der SDAJ Hannover