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11.03.2024 | Pressemitteilung

Rote Hilfe e.V. fordert die sofortige adäquate medizinische Versorgung des Langzeitgefangenen Mumia Abu-Jamal

Erneut gibt es besorgniserregende Nachrichten über den US-amerikanischen politischen Aktivisten und Langzeitgefangenen Mumia Abu-Jamal: Die Gefängnisleitung stellt weiterhin keine angemessene medizinische Versorgung des fast 70-Jährigen zur Verfügung.
Mumia

Erneut gibt es besorgniserregende Nachrichten über den US-amerikanischen politischen Aktivisten und Langzeitgefangenen Mumia Abu-Jamal: Die Gefängnisleitung stellt weiterhin keine angemessene medizinische Versorgung des fast 70-Jährigen zur Verfügung. Nach einer doppelten Bypass-OP im April 2021 ist Mumia Abu-Jamal auf eine spezielle Diät sowie regelmäßige körperliche Übungen angewiesen, um seine Gesundheitszustand zu verbessern. Der Gefängnishof ist jedoch geschlossen und es wurde ihm verboten, sich im Tagesraum des Gefängnis frei zu bewegen. Mittlerweile ist Mumia körperlich sehr geschwächt und leidet an verschiedenen körperlichen Einschränkungen sowie starken Krankheitssymptomen. Die Ernährung im Gefängnis sowie die beschriebene eingeschränkte Bewegungsfreiheit stehen im vollkommenen Widerspruch zu ärztlichen Anordnungen und allgemein gültigen Behandlungsstandards.

Am 24. April 2024 wird Mumia Abu-Jamal 70 Jahre alt und hat damit 42 Jahre seines Lebens im Gefängnis verbracht. Weltweit wurde sein Fall zum Sinnbild rassistischer Klassenjustiz. 

Doch genauso beachtet und eindrücklich ist Mumias Kampf um Gerechtigkeit und Freiheit. Ungebrochen ist zudem sein Kampf gegen Rassismus, den militärisch-industriellen Gefängniskomplex der USA sowie Ausbeutung und Unterdrückung. Die Rote Hilfe e. V. ist seit jeher solidarisch mit Mumia Abu-Jamal und seinen weltweit aktiven Unterstützer*innen. 

„Am 18.3. ist der Tag der politischen Gefangenen. Mumia Abu-Jamal ist einer von ihnen – er hätte niemals inhaftiert werden dürfen. Die Rote Hilfe e. V. unterstützt die Forderung nach einer angemessenen gesundheitlichen Versorgung. Es ist unabdingbar, dass Mumia die empfohlenen Lebensmittel sowie den Zugang zu Trainingsmöglichkeiten und Physiotherapie erhält. Alles andere ist ein Tod auf Raten durch die lebenslängliche Inhaftierung und die damit einhergehende unmenschliche Behandlung,“ erklärt Anja Sommerfeld, Mitglied im Bundesvorstand der Roten Hilfe e. V.