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04.10.2026 | In eigener Sache

Rote Hilfe freut sich über erneuten Mitgliederzuwachs

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Nachdem die Kündigung aller ihrer Konten der Roten Hilfe e. V. zum Jahreswechsel 2025/26 bereits eine große Welle der Solidarität eingebracht hatte, kann sich die linke Schutz- und Solidaritätsorganisation nun über einen erneuten Schwung an Neueintritten freuen. Hintergrund ist eine Kampagne gegen die Spitzenkandidatin der Partei Die Linke in Berlin, Elif Eralp, die nach eigenen Angaben bis 2025 Mitglied des Vereins war. Große Teile der bürgerlichen Presse nutzten dies dazu, eine Kampagne gegen Eralp zu lancieren und unterstellten ihr und ihrer Partei die Nähe zu einem „Terrorhilfe-Verein“ oder „Extremisten-Nest“. 

Hartmut Brückner vom Bundesvorstand der Roten Hilfe ordnet die Kampagne ein: „Den hohen Wellen, die Elif Eralps frühere Mitgliedschaft plötzlich schlägt, sehen wir gelassen entgegen. Es scheint doch ein recht hilfloser Versuch zu sein, eine linke Bürgermeisterin in Berlin zu verhindern, die der Bevölkerung unter anderem die Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne versprochen hat. Wenn nun ihre ehemalige Mitgliedschaft in der Roten Hilfe einer der größten Skandale um ihre Person sein soll, haben ihre politischen Gegner*innen wohl nicht viel Material für die Diffamierungskampagne gefunden«. 

Das tagelange Medienecho brachte der Roten Hilfe einen weiteren Anstieg der Mitgliederzahl auf über 21.000. Auch der Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke im Bundestag, Sören Pellmann, verkündete demonstrativ seinen Beitritt. 

„Wir freuen uns, dass sich erneut so viele Menschen solidarisch mit der Roten Hilfe zeigen. Wir erinnern uns an prominente Mitglieder wie Clara Zetkin oder Kurt Tucholsky in der Roten Hilfe Deutschland zur Weimarer Zeit,« so Brückner weiter. »Wir unterstützen Menschen etwa bei Gerichtsverfahren und setzen uns gegen den Abbau von Grundrechten ein. Dass diese offen und transparent geleistete Arbeit immer wieder zum Anlass für Diffamierungen und politische Angriffe genommen wird, zeigt umso deutlicher, wie wichtig eine starke linke Schutz- und Solidaritätsorganisation ist. Deshalb unterstützt uns, tretet bei, schafft Rote Hilfe!«